Eine der Kerndisziplinen der Leichtathletik ist, neben den klassischen Lauf- und Wurfdisziplinen, der Weitsprung. Schon aus der Antike ist überliefert, dass der Weitsprung, zu dieser Zeit noch aus dem Stand, ein Teil der Olympischen Spiele war. Folglich wurde er auch bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen mit in das olympische Programm aufgenommen. Die Disziplin wird sowohl als Einzelwettkampf, als auch beim Sieben- und Zehnkampf durchgeführt.


Die erste Goldmedaille im Weitsprung gewann 1896 in Athen der Weitspringer Ellery Clark aus den USA mit einer Weite von 6,37 Meter. Den ersten offiziellen Weltrekord im Weitsprung holte der Brite Peter O’Connor 1901 mit einem Sprung über 7,61 Meter. Die erste weibliche Weitspringerin, die einen Weltrekord verzeichnen durfte, war die Tschechoslowakin Marie Mejzlíková mit registrierten 5,15 Meter. Um bei den Olympischen Spielen für Aufsehen zu sorgen, mussten sich die Weitspringerinnen bis zum Jahr 1948 in London gedulden, da es Frauen nicht gestattet war, an den Spielen teil zu nehmen.

Wenn man von bekannten Weitspringern spricht, fällt man unweigerlich auf Carl Lewis zurück. Der US-Amerikaner gewann vier in Folge Mal Gold bei den Olympischen Spielen (1984, 1988, 1992, 1996) und wurde 1983 und 1987 Weltmeister im Weitsprung. Diese ohnehin außerordentliche Leistung wird noch gesteigert, da Lewis neben seinen Weitsprungerfolgen auch fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille bei den Sprintern holte, sowie sechs Weltmeistertitel sein Eigen nennt.

Den Weltrekord der Männer hält der zweifache Weltmeister (1991 und 93) und zweifache Silbermedaillen-Gewinner Mike Powell mit einer Weite von 8,95 Meter. Dieser Rekord wurde bereits im Jahr 1991 bei den Weltmeisterschaften in Tokio aufgestellt. Powell verbesserte mit diesem sagenhaften Sprung die Bestmarke von Landsmann Bob Beamon, der im Jahr 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko den Weltrekord auf 8,80 Meter schraubte.

Bei den Frauen ragt die zweifache Olympiasiegerin (1992 und 2000) und Weltmeisterin (1983 und 93) Heike Drechsler heraus. Bis 1990 für die DDR startend liegt ihr Bestleistung bei 7,48 Meter, die aus dem Jahr 1988 datiert und immer noch den Deutschen Rekord darstellt. Weiter sind bis jetzt nur zwei Frauen auf dem Planeten gesprungen. Die US-Amerikanerin Jackie Joyner-Kersee sprang auf 7,49 Meter (1994) und die Weltrekordhalterin Galina Tschistjakowa erreichte in 1988 in Leningrad eine Weite von 7,52 Meter.

News

Flash-News des Tages
Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik

Ex-Weitspringer Prah spielt nun für Berlin Rebels
Ex-Weitspringer Kofi Prah ist jetzt Football-Spieler. Foto: dpa, DPA Das American-Football-Team der Berlin Rebels hat den früheren Weitspringer Kofi Prah als neuen Passempfänger verpflichtet.